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01.06.2020
FebL/PM

Upländer Bauernmolkerei investiert in Zukunft der Landwirtschaft und der Region

Bei der Übergabe der Baugenehmigung auf der Baustelle (von links): Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese, Kreisbauamtsleiterin Susanne Paulus, die Geschäftsführerin der Upländer Bauernmolkerei Karin Artzt-Steinbrink, Willingens Bürgermeister Thomas Trachte, Vorstandsmitglied der Milcherzeugergemeinschaft Hessen Heinfried Emden, Ehrenvorsitzender der MEG Hessen Josef Jacobi, der Vorsitzende der MEG Hessen Sven Lorenz und der Kaufmännische Leiter der UBM Tobias Kleinsorge. Foto: Upländer Bauernmolkerei

Nachdem Ende April mit dem Beginn der Erdarbeiten für einen Neubau der Upländer Bauernmolkerei im nordhessischen Willingen-Usseln der „Startschuss für eine gute Zukunft mit regionaler Landwirtschaft“ erfolgte, wurde jetzt auf dem Bauplatz vor Ort in der „Milchstraße 1“ die Baugenehmigung offiziell überreicht.

„Es ist uns ein besonderes Anliegen, die Übergabe der Baugenehmigung heute persönlich vorzunehmen“, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese in Usseln. Gemeinsam mit Willingens Bürgermeister Thomas Trachte und der Leiterin des Bauamtes des Kreises Waldeck-Frankenberg besuchte er die Baustelle am Ortsausgang Usselns. „Eine Investition von fast 20 Millionen Euro in dieser Zeit hat für den Landkreis Waldeck-Frankenberg einen hohen Stellenwert“, so Frese weiter. „So ein Projekt generiert Aufträge für die heimischen Bau- und Handwerksbetriebe, es werden Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen. Ich bin stolz, heute beim offiziellen Startschuss dabei zu sein“.

Schon lange liefen die Planungen für den dringend nötigen Neubau der Molkerei. „Der Absatz unserer Produkte läuft sehr gut, das hat sich durch die Corona-Krise noch mal gesteigert. Der Bio-Markt wächst. Gerade in schwierigen Zeiten wie der aktuellen werden regionale Produkte immer mehr wertgeschätzt“, erklärt die Geschäftsführerin der Molkerei, Karin Artzt-Steinbrink.

Die Entscheidung für den Neubau der Molkerei in einer Region wie dem Upland hat weitergehende Auswirkungen auf den ganzen Großraum rund um den Molkerei-Standort. „Es ist ein Beitrag für die Entwicklung der Landwirtschaft. Das Unternehmen und seine Zulieferer arbeiten biologisch. Es ist modern ausgerichtet und zukunftsorientiert. So ein Vorhaben setzt einen Impuls für die heimische Wirtschaft“, führt Karl-Friedrich Frese weiter aus. In dieses Horn stößt auch der Vorsitzende der Milcherzeugergemeinschaft Hessen, Sven Lorenz. „Dies ist der milchreichste Landkreis in Hessen. Da gehört solche eine gute Molkerei hin“, so der Landwirt. Sein Vorgänger, MEG-Ehrenvorsitzender Josef Jacobi sieht die Molkerei gut gerüstet für das Bauvorhaben. „Wir sind finanziell gut aufgestellt, es ist alles gut durchdacht. Wir arbeiten aus der Region für die Region. Das wissen die Menschen zu schätzen“.

Die Zukunft der Molkerei war auch Thema bei Beginn der Erdarbeiten. „Mit dem Neubau für einen Teil der Produktion erhalten wir Möglichkeiten, unseren Kunden neue Produkte anzubieten. Im Neubau haben wir ganz neue Optionen, beispielsweise eine Abfüllung in Glasflaschen, die Nachfrage danach ist groß. Außerdem können wir weitere Milchlieferanten von unserer Warteliste aufnehmen. Am alten Standort in der Ortsmitte Usselns sind die Kapazitäten ausgereizt“, so Karin Artzt-Steinbrink.

„Wir helfen so, die Zukunft weiterer Bauernhöfe in unserer Region zu sichern. Der Biolandbau bietet so viele Vorteile für die Region, das Klima, die Artenvielfalt. Es ist uns ein besonderes Anliegen, dies zu fördern. Außerdem wird so die Versorgung mit regionalen, hochwertigsten Lebensmitteln sichergestellt“, erklärt Sven Lorenz.

Schon seit vielen Jahren erlebt die Upländer Bauernmolkerei eine positive Entwicklung auf dem Biomarkt. Lag im Jahr 1996 die Verarbeitungsmenge Jahr noch bei 1 Million Liter Biomilch pro Jahr, sind es heute 40 Millionen Liter. Auch in der aktuellen Corona-Krise spürt die Molkerei den Wunsch der Kunden nach mehr Regionalität. „Wir haben in den vergangenen Wochen eine deutlich gestiegene Nachfrage nach unseren Produkten. Das liegt einerseits am Mehrverbrauch Zuhause, andererseits am wachsenden Vertrauen der Kunden in die regionalen Produkte, ihre Erzeuger und regionale Wertschöpfungsketten – gerade bei Lebensmitteln“, so die langjährige Geschäftsführerin.