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07.09.2020
FebL/PM

AbL für Erarbeitung eines verantwortungsvollen und mutigen Gesellschaftsvertrages in der Zukunftskommission

Die AbL-Vorsitzende Elisabeth Fresen fuhr mit dem Trecker zur Auftaktsitzung der Zukunftskommission Landwirtschaft vor. Hier im Interview vor der Sitzung. Foto: Manhartsberger

Zur Auftaktsitzung der Zukunftskommission Landwirtschaft am heutigen Montag fuhr Elisabeth Fresen, Bäuerin aus Verden an der Aller, Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und Mitglied in der Kommission mit dem Trecker vor.

Vor der Sitzung erklärte sie: „Ich freue mich auf die Arbeit in der Kommission und werde mich für die Erarbeitung eines Gesellschaftsvertrages einsetzen, der uns Bäuerinnen und Bauern eine klare Perspektive gibt. Für den anstehenden Umbau der Landwirtschaft hin zu mehr Natur-, Klima- und Tierschutz müssen in der Kommission klare Ziele, ein Zeitrahmen sowie eine ausreichende Finanzierung erarbeitet werden – Analog zu den Ergebnissen der Borchert-Kommission. In der Zukunftskommission Landwirtschaft sollte es das Ziel sein, Einigung in zentralen Punkten zu erreichen. So können wir die Konflikte innerhalb der Landwirtschaft und zwischen Landwirtschaft und Zivilgesellschaft befrieden“.

Die Bäuerinnen und Bauern stehen ihrer Ansicht nach unbestritten vor großen Herausforderungen und brauchen, um diese anpacken zu können, dringend einen breiten gesellschaftlichen Rückhalt sowie stark veränderte politische Rahmenbedingungen. „Wir können und wollen natur-, klima- und tierschutzgerecht wirtschaften. Nicht aber zu solch ruinösen Erzeugerpreisen, in solch instabilen Wertschöpfungsketten und innerhalb einer so einseitig auf Export und Intensivierung ausgerichteten EU-Agrarpolitik (GAP). Alleine in Deutschland haben wir in den letzten 20 Jahren 160.000 landwirtschaftliche Betriebe verloren. Viele Kolleginnen und Kollegen stehen nach dem dritten Dürresommer mit dem Rücken zur Wand. Die Konzernmacht in der Wertschöpfungskette verstärkt diese Situation weiter. Damit muss Schluss sein. Wir wollen von unserer wertvollen Arbeit auf den Höfen leben können. Auch damit wieder mehr junge Menschen in die Landwirtschaft einsteigen, Höfe übernehmen und gesunde Lebensmittel erzeugen, so die AbL-Vorsitzende vor der Sitzung.

Der Kommission gehören 31 Vertreterinnen und Vertreter von Landwirtschaft, Handel und Ernährungsbranche, Verbraucher-, Umwelt- und Tierschützer sowie Wissenschaftler an. Einen Zwischenbericht soll die Kommission noch im Herbst vorlegen. Der Abschlussbericht mit Empfehlungen ist für den Frühsommer 2021 angekündigt.